Das Baselbiet ist «solid»

Thomas Kübler geniesst als Delegierter des Regierungsrats den direkten Draht zu allen Direktionen und Dienststellen. Er zeigt sich mit dem ersten Halbjahr der Standortförderung Baselland sehr zufrieden. «Die Resonanz und Akzeptanz bei der Regierung sind da. So auch der Goodwill bei der Wirtschaft und den Gemeinden. Die Standortförderung ist etabliert.» Das Ziel von Thomas Kübler und auch Thomas Weber ist klar: «Wir wollen betreffend Standortfaktoren und leistungsmässig wieder in die Spitzengruppe der Kantone und damit im schweizweiten Vergleich attraktiver für Unternehmen werden.» Dafür gebe es auch positive Anzeichen, ist Weber überzeugt. «Unsere Region dürfte im schweizweiten Vergleich überdurchschnittlich wachsen.» Die aktuelle Situation des Baselbiets bezeichnet Weber als «solid».

Dabei gelte es, die bisherigen Stärken zu bewahren. Dazu gehören unter anderem die Innovationskraft, die Erreichbarkeit über den individuellen und öffentlichen Verkehr und der Anteil Beschäftigte im Bereich Forschung und Entwicklung. Zu den Schwächen gehöre gemäss Weber das Kostenumfeld. Der Volkswirtschaftsdirektor meint damit insbesondere die Steuerbelastung der Unternehmen und der gut verdienenden Privatpersonen.

Freie Flächen im Oberbaselbiet

Bereits im ersten Halbjahr sei es der Standortförderung gelungen, Unternehmen bei der Ansiedlung im Kanton zu unterstützen. Dabei zentral seien die noch verfügbaren Areale und Laborflächen. Die Möglichkeiten sind im Baselbiet begrenzt. «Wir haben nicht unbeschränkt freies Land, auch wenn wir ein Landkanton sind», gab Kübler zu bedenken. Es fehle unter anderem an einem ganz grossen Stück. «Braucht jemand 150 000 Quadratmeter, können wir ihm das nicht bieten.» Als Vorteil sieht Kübler die gute Verteilung der Areale über die ganze Kantonsfläche.

Im Oberbaselbiet weist die Standortförderung in Lausen 21 000 und in Bubendorf 17000 Quadratmeter freie Flächen aus. In Liestal kommen 57300 Quadratmeter dazu. Man beschäftige sich mit der Situation im Oberbaselbiet und bringe sich auch in die dortigen Arbeitsgruppen mit ein, betonte Kübler. «Als Herausforderung sehe ich die Verkehrserschliessung, die im Oberbaselbiet nicht ganz einfach ist.»